Im Jahr 1797 erwarb der spätere Geheimrats-Präsident und Minister August Georg Freiherr von Brandenstein das nach ihm benannte Gebäude in der heutigen Puschkinstraße und ließ es 1826 um ein weiteres Gebäude erweitern. 1850 wurde es unter Friedrich Franz II. für den großherzoglichen Besitz angekauft und von Hermann Willebrand umgebaut. Es diente der Unterbringung des Großherzoglichen Kabinetts bzw. für höhere Beamte. Einige Jahre später ging es wieder in den Besitz der Familie Brandenstein über, wurde teilweise aber auch weiterhin als Wohnung für großherzogliche Beamte genutzt.

Als es 1899 schließlich für Verwaltungszwecke von der Stadt Schwerin übernommen wurde, ging die Innenausstattung weitestgehend verloren. Die monumentale Fassade des ehemaligen Adelspalais dokumentiert den Typus des spätbarocken Stadtpalais, von dem es in Schwerin kein weiteres Beispiel gibt. Heute befindet sich der Sitz der Volkshochschule in dem historischen Gebäude