Bereits 1821 wurde das erste Geldinstitut in Schwerin, die sogenannte Ersparnisanstalt, auf Vereinsbasis mit großherzoglichem Privileg gegründet. Ermöglicht wurde dieses insbesondere durch die Initiative des Justizrates Wilhelm von Schack. Die Ersparnisanstalt diente dem Zweck, weniger Begüterten die Möglichkeit zu geben, ihre Ersparnisse „vorteilhaft zu nutzen“. Der repräsentative Neubau der Anstalt aus den 1850er Jahren beruht auf den Entwürfen des späteren Baurates Theodor Krüger, dem Erbauer der Schweriner St. Paulskirche, und wurde 1890 von Georg Daniel nach Süden erweitert.

Die Fassade des Gebäudes im neogotischen Stil ist mit allegorischen Figuren von Christoph Heinrich Hermann Petters nach Modellen von Carl Georg Ludwig Wiese geschmückt. Sie stellen Tugenden wie zum Beispiel Wohltätigkeit, Fleiß, und Sparsamkeit dar. Die Allegorie der Gelehrsamkeit an der Westseite schuf Ludwig Brunow. Heute befinden sich in dem Gebäude eine Zweigstelle der Sparkasse Mecklenburg-Schwerin sowie das Büro der Festspiele Mecklenburg-Vorpommern.