Pfaffenteich mit Uferpromenade

Kommandantenhaus

Mit dem planmäßigen Ausbau der Residenz im 19. Jahrhundert ging ebenso die westliche Stadterweiterung einher. Der Ausbau des neuen Stadtteils, der Paulsstadt, bezog die Anlage einer Promenade am Pfaffenteich ab 1838 ein. Bis kurz nach der Jahrhundertwende entstanden um das Gewässer zahlreiche öffentliche, administrative und bürgerliche Bauten, die das Zusammenwirken von höfischer Residenz und Bürgerschaft widerspiegeln.

Bereits im 12. Jahrhundert war ein Damm am Ende des nördlich gelegenen Ziegelsees aufgeschüttet worden, um den Stadtgraben und die sogenannte Grafenmühle am Burgsee zu bewässern. Den heute noch gebräuchlichen Namen erhielt der Pfaffenteich womöglich von den in angrenzender Nähe lebenden Domherren und anderen Geistlichen, die Fischereirechte im Uferbereich in Anspruch nahmen.

Mit der Stadterweiterung wurden nach 1840 Teile des Gewässerabflusses kanalisiert und überwölbt. Sie sind heute noch unter der Mecklenburgstraße nachweisbar. Bis 1881 war die Erweiterung und Aufwertung der Uferbereiche abgeschlossen.