Residenzschloss mit Burggarten

Platzanlage Alter Garten
mit Denkmälern und Ekhofplatz

Staatliches Museum Schwerin mit Direktorenvilla

Alter Garten

An der Stelle des Platzes „Alter Garten“ befand sich ursprünglich die Burgfreiheit zwischen Burg und Stadtbefestigung, am Ende des 16. Jahrhunderts dann ein Lustgarten. Seit dem 19. Jahrhundert wird er als Fest- und Paradeplatz genutzt.

Als zentraler Platz von Stadt und Land umsäumen ihn wichtige repräsentative Gebäude: Das Residenzschloss, das Staatliche Museum, das Mecklenburgische Staatstheater, das Alte Palais sowie das Kollegiengebäude, die heutige Staatskanzlei.

Im 19. und beginnenden 20. Jahrhundert war der Alte Garten administrativer und kultureller Mittelpunkt der Residenz und des Großherzogtums Mecklenburg-Schwerin. In ihm drückte sich die Idee des Antiken Forums aus, welches seinerzeit Schauplatz staatlicher und gesellschaftlicher Repräsentation war.

Seit 1993 finden hier im Sommer jährlich die Schlossfestspiele statt.

Siegessäule 

Baujahr: 1874, Entwurf: Hermann Willebrand  

Die Siegessäule erinnert an den Triumph Mecklenburgischer Truppen im Deutsch-Französischen-Krieg (1870 - 71). Auf ihrer Spitze steht die Megalopolis als allegorische Figur für Mecklenburg, ein Werk des Bildhauers Gustav Willgohs. Am Fuße des Denkmals hatten zwei französische Lafettengeschütze ihren Platz, die seit den 1930er Jahren verschollen sind.

Denkmal für Großherzog Paul Friedrich

Dieses Denkmal ist eine Dankesbekundung der Bürger Schwerins an den verstorbenen Großherzog Paul Friedrich. Dieser hatte nach 81 Jahren Abwesenheit die Residenz 1837 von Ludwigslust nach Schwerin zurückverlegt und damit der Stadt einen wirtschaftlichen Aufschwung beschert. Viele Menschen fanden eine Anstellung bei Hofe oder konnten als Hoflieferanten davon profitieren. Als Paul Friedrich nur fünf Jahre später starb und sein Sohn Friedrich Franz II. die Regierung übernahm, war das Denkmal zugleich eine Bitte an ihn, genauso volksnah zu regieren wie sein Vater.

1935 wurde die Statue des Großherzogs zur Inszenierung politischer Versammlungen der Nationalsozialisten vom Alten Garten entfernt und vor den Burgseeflügel des Schweriner Schlosses versetzt.

Im Juli 2011 konnte das restaurierte Denkmal an seinen alten Platz zurück versetzt werden.

Der Ekhofplatz

Der Ekhofplatz wurde nach Conrad Ekhof (1720-1778) benannt, dem „Vater der Deutschen Schauspielkunst“ des 18. Jahrhunderts. Er gründete in Schwerin die erste Deutsche Schauspielakademie. Die hier aufgestellte Bronzebüste schuf der Bildhauer Hans Kies 1961. Der Platz diente im 19. Jahrhundert als herrschaftliche Kutschenvorfahrt vor dem Theater.