Gymnasium Fridericianum

Verwaltungsgebäude
Kuetemeyer-Schencke-Steinicksche Stiftung

Großherzogliches Amtshaus

Das mit reichem Terrakottadekor verzierte Ziegelgebäude am östlichen Pfaffenteichufer trägt seinen Namen nach der vom ehemaligen Bürgermeister Hermann Kuetemeyer gegründeten Stiftung und den Mädchennamen seiner beiden Ehefrauen. Die Stiftung widmete sich der zinsfreien Kreditvergabe für Schweriner Bürger in Finanznot und besaß ein großherzogliches Privileg.

In Anlehnung an Renaissancebauten aus der Zeit des mecklenburgischen Herzogs Johann Albrecht I. (1525-1576) – wie zum Beispiel dem Fürstenhof in Wismar – verwendete man für die Fassadengestaltung zahlreiche Terrakottaelemente. Anknüpfend an norddeutsche Bautraditionen wurde in Schwerin ein regionaltypischer Neostil entwickelt, der sog. Johann-Albrecht-Stil, der schon bei den Umbauten des Schweriner Schlosses und später des Gymnasiums Fridericianum Anwendung fand und darauf fußend von wohlhabenden Bürgern rezipiert wurde.

Von 1942 bis 2005 diente das Gebäude als Standesamt, heute wird es als Wohnhaus genutzt.