Als repräsentatives Schulgebäude für das bis dato im Domkreuzgang untergebrachte Gymnasium entstand in den 1860er Jahren der Backsteinbau am Pfaffenteichufer. Es war als gehobene Bildungseinrichtung für die Heranbildung zukünftiger staatstragender Eliten wie Juristen, höhere Staatsbeamte und geistliche Würdenträger zuständig.

Im Auftrag von Großherzog Friedrich Franz II. im sogenannten Johann-Albrecht-Stil errichtet, besteht es aus einem Direktorenhaus und einem Schulgebäude sowie späteren Erweiterungen wie Turnhalle und zusätzlichen Unterrichtsräumen. Die Terrakottamedaillons der Fassade verweisen auf historische Herrscherpersönlichkeiten der mecklenburgischen Geschichte, die mit der Bildungseinrichtung im Zusammenhang stehen, so auf den humanistischen Renaissancefürsten Johann Albrecht I. (1525-1576), Herzog Ulrich III. (1527-1603), Friedrich Franz I. (1756-1837) und schließlich den Erbauer des Gymnasiums am Pfaffenteich, Großherzog Friedrich Franz II. selbst.

Heute dient das Gebäude einer privaten Hochschule als Lehranstalt, das Gymnasium Fridericianum zog hingegen in das ehemalige Lyzeum in der Goethestraße.